2014 - 2015

 

Welttheater der Straße

Ein Gespräch im Hause von Stein über den abwesenden Herrn von Goethe

von Peter Hacks

28. und 29.8. Festivalbühne

 

Charlotte von Stein hat die Nase voll. In einer Verteidigungsrede wehrt sie sich gegen ihren Mann und das gesamte Weimar, welche sie für Goethes Weggang verantwortlich machen. Die verschmähte Geliebte ergeht sich in Tiraden gegen Goethe. Sie schildert sein in ihren Augen unhöfliches und überhebliches Verhalten den anderen Hof- und Regierungsmitgliedern gegenüber, seine Verspieltheit, die sie als unverschämt empfand, seine politischen Ansichten und Ziele (z.B. die Aufhebung der Steuerfreiheit des Adels), die sie ablehnte und die Mühe, die sie hatte ihn zu erziehen.

Stephen Kings‘: Der Musterschüler

Theaterstück von Erik Schäffler nach einer Novelle von Stephen King

Regie: Lars Blömer

27.9., 29.9., 1.10., 2.20., 5.10., 6.10.

 

Musterschüler Todd, 15, entdeckt, dass sich hinter der Normalität eines

Nachbarn der ehemalige KZ-Kommandant Dussander versteckt.

Er erpresst den Alten, statt Geld verlangt er Schilderungen der Gräueltaten.

Die zwei geraten in einen Teufelskreis gegenseitiger Abhängigkeit:

Alpträume, Blutdurst und eine perverse Lust am Unmenschlichen.

Morgen fängt das Leben an – Stimmen aus Theresienstadt

von Ellen Foyn Bruun und Bente Kahan

Regie: Sina Weber

Termine: 08., 09.,11., 14., 15., 16.11.

 

Fünf Frauen – Fünf verschiedene Geschichten – Ein Schicksal: Der Aufenthalt im Ghetto Theresienstadt. Die dunkelste Seite der deutschen Geschichte wird hier anhand von Einzelschicksalen deutlich. Die Autorinnen haben Gedichte, Lieder und Kabarettsongs gesammelt, die von den damaligen Häftlingen geschrieben, gesungen und aufgeführt wurden. Monologe von fünf sehr unterschiedlichen Frauenfiguren geben ein packendes Bild der damaligen Verhältnisse.

Sterntaler

von Manfred Hinrichs nach den Brüdern Grimm

Regie: Anja Samaga & Sina Weber

Ein Weihnachtsmärchen mit Musik vom Jungen Ensemble

Termine: 05./06./07./12./13./14.12.

 

Weihnachtsmärchen mit Musik von unserem Jungen Ensemble, das erzählt die ganze Geschichte des einsamen Mädchens erzählt. Es begibt sich am Weihnachtsabend auf die Reise, um einen wunderbaren Ort zu finden, an dem jeder Mensch glücklich lebt. Allen, die sie auf diesem Weg trifft, öffnet sie ihr Herz. Die liebevoll gestalteten Charaktere führen allen vor Augen, wie viel Gutes einem widerfahren kann, wenn man nur ehrlich und gutmütig zu seinen Mitmenschen ist. So wird im Spiel eine Botschaft der Nächstenliebe verbreitet - passend zum Weihnachtswunder.

 

Merry Christmas Schwerte

Ko-Produktion mit dem RTG und dem Chor Clamotte,

Organisation: Lars Blömer und Christine Kluge):

19. und 20.12. 2014

 

Wie im letzten Jahr wollen wir auch in diesem Jahr gemeinsam mit unseren Zuschauern in einer offenen Weihnachtsfeier das bisherige Spieljahr Revue passieren lassen und uns auf die Weihnachtstage einstimmen. Ein bunter Reigen an Musik, Sketchen und Lyrik erwartet sie.

Der Tod und das Mädchen

von Ariel Dorfmann und Roman Polanski

Regie: Lars Blömer

23.1., 24.1., 27.1., 29.1., 30.1., 31.1.2014

 

Paulina und Gerardo haben die Zeit der Diktatur überlebt und Gerardo beginnt nach der Befreiung Karriere in der noch jungen Demokratie zu machen. Doch Paulinas seelische Wunden nach Haft-, Folter und Vergewaltigung heilen nur schwer. Als Gerardo eines Abends einen Gast mit nach Hause bringt, glaubt Paulina in diesem ihren Peiniger aus der Zeit der Diktatur wieder zu erkennen und setzt ihn als Geisel fest. In einem fesselnden Verhör versucht Paulina dem Fremden ein Geständnis zu entlocken und damit auch mit ihrer eigenen Vergangenheit abzuschließen.

 

Klassen Feind

Schauspiel von Nigel Williams

Regie: Lana Blömer

21.2., 23.2.,24.2.,26.2.,27.2., 28.2.2014

 

Sechs Jungen warten in ihrem Klassenzimmer auf ihren Lehrer. Nachdem sie die letzte Lehrerin und alle Vorgänger weggeekelt haben, sind sie gespannt, wer ihnen als nächstes „vorgesetzt“ wird. Niemand scheint sich zu trauen, die Klasse zu unterrichten. Die Jungen beschließen, den Unterricht die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Jeder der sechs darf eine Stunde geben. Die Stimmung ist gereizt, und der Unterricht mündet in Gewalt und Aggression. Der Zuschauer spürt, mit welcher Hoffnungslosigkeit Jungendliche in sozialen Brennpunkten aufwachsen können.

Dalton Trumbo’s Johnny zieht in den Krieg

Von Bradley R. Smith

Regie: Lars Blömer

7.3., 8.3., 10.3.

 

Die erschütternde Inszenierung erzählt die Geschichte des jungen Soldaten, der von einer Granate getroffen, sämtliche Sinnesorgane verliert und verzweifelt versucht, Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen, die ihn für hirntot hält. Wiederaufnahme der Deutschlandpremiere aus Februar 2013 mit Michael Rotthowe.

Der Kaufmann von Venedig

von William Shakespeare

Regie: Alexander Lux

20.3.,22.3., 23.3., 24.3., 27.3., 28.3.

 

Shylock wird für seinen Lebensstil verachtet aus Neid auf den Reichtum, den er durch seinen gesetzlich vorgeschriebenen Beruf erlangt hat: das Verleihen von Geld für Zinsen. Durch einen verfallenen Schuldschein seines Widersachers Antonio, fordert er die Vergeltung der erlittenen Demütigungen. Eine moderne Fassung der Geschichte über Rache und Güte.

 

Die Hölle wartet nicht

Psychothriller von Michael Cooney

Regie: Markus Beer

17.4., 19.4., 21.4., 22.4., 23.4., 26.4.

 

Simon Cable erwacht im Krankenhaus – und kann sich an nichts mehr erinnern. Was ist mit ihm geschehen? Ist er wirklich vergiftet worden? War er nach einem Autounfall vielleicht schon einmal hier? Was hat er in den vergangenen zwei Jahren gemacht? Wer sind die beiden Frauen, die ihn besuchen und unter Druck setzen? Was ist mit der Legende, nach der in diesem Krankenhaus die ruhelosen Seelen von Verrückten jeden Mörder in die Hölle schicken? Wer Simon Cable? Ein Mörder? Ein Ermordeter? Ein Schuldiger? Fragen über Fragen an der Grenze zwischen Schein und Sein, zwischen Wahn und Wirklichkeit...

 

Oliver Twist

nach Charles Dickens

Regie: Anja Samaga & Sina Weber

08., 09., 11., 15.,16.5.

Das Junge Ensemble erzählt die bekannte Geschichte um den Waisenjungen Oliver Twist, der in einem Armenhaus ohne Wissen um seine Herkunft aufwächst. Die schlechte Behandlung und der Hunger treiben ihn dazu, allein und mittellos nach London zu fliehen. Dort gerät er in die Hände von Fagin, der kleine Kinder zu Verbrechern ausbildet. Dieser Klassiker hat an Klasse nichts verloren und ist trotz seines Alters hochaktuell.

Sweeney Todd

von Stephen Sondheim

Regie: Lars Blömer

26.5., 27.5., 2.6., 3.6.

 

Christopher G. Bonds Theaterstück um den rachsüchtigen Barbier Benjamin Barker – bekannt durch den Musical-Film mit Johnny Depp und Helena Bonham Carter – bildet den Auftakt der neuen Spielzeit. Stefan Bauer, Stefan Breuer, Sylvia Guse, Holger Auer und viele andere Schwerter Künstler und Musiker verstärken das TaF-Ensemble.

Der Barbier Benjamin Barker ist zurück – zurück aus der Strafkolonie in die ihn eine Intrige vor Jahren brachte: Ein Richter nutzte seine Machtposition aus, um ihn los zu werden und Barkers Frau für sich zu gewinnen. Das Leben des sanftmütigen Barbiers und seiner Familie wurde zerstört. Jahre später kommt er zurück und ist ein anderer geworden – der finstere Racheengel Sweeney Todd, der in den Londoner Armenvierteln alles tötet, was sich ihm in den Weg stellt. Todd macht gemeinsame Sache mit der Pastetenbäckerin Mrs. Lovett, die ihm hilft, seine Opfer aus dem Weg zu schaffen und dabei endlich wieder günstig an Fleisch kommt …